Fedora Linux 37 ist da! Einfaches Upgrade von 36 auf 37

Die Fedora Linux 37 Version ist nach einigen Verzögerungen endlich da! Die verzögerte Freigabe von Fedora Linux ermöglichte es den Entwicklern, Linux Kernel 6.0 zu verwenden, um sicherzustellen, dass das Erlebnis von Anfang an sicher ist. Schauen wir uns an, was die neueste Version für uns bereithält. Das neue Fedora 37 kommt mit Linux Kernel 6.0, GNOME 43, KDE Plasma 5.26, Xfce 4.16, MATE 1.24, LXQt 1.1.0.

Wenn du neu in der Linux-Welt bist, Fedora ist der Upstream für Red Hat Enterprise Linux. Fedora will zwar so stabil wie möglich sein, aber es geht eher darum, neue Funktionen und Technologien einzuführen.

Die Veröffentlichung von Fedora 37 ist vielleicht nicht die beeindruckendste, aber sie hat ein paar interessante Dinge zu bieten.

Verbesserungen am Desktop

Fedora Workstation konzentriert sich auf das Desktop-Erlebnis. Wie üblich enthält Fedora Workstation die neueste GNOME-Version. GNOME 43 enthält ein neues Geräte-Sicherheitspanel in den Einstellungen, das dem Benutzer Informationen über die Sicherheit der Hardware und Firmware auf dem System liefert. Aufbauend auf der vorherigen Version wurden weitere Kernanwendungen von GNOME auf die neueste Version des GTK-Toolkits portiert, was zu einer verbesserten Leistung und einem modernen Aussehen führt.

Das neue Menü Quick Settings bietet mehr Kontrolle und Komfort. Du kannst dein Wi-Fi-Netzwerk jetzt ganz einfach im Menü wechseln, anstatt ein Vollbild-Dialogfeld zu öffnen, zwischen Standard- und Dunkelmodus wechseln und das Nachtlicht aktivieren, ohne die Einstellungs-App zu öffnen. Außerdem gibt es jetzt eine praktische Schaltfläche zum Erstellen von Screenshots und Screencasts.

Der Kalender hat eine neue Seitenleiste, die deine bevorstehenden Ereignisse auf einen Blick zeigt. Der Kalender und die Kontakte verfügen jetzt über anpassbare Benutzeroberflächen und es lassen sich Vcards importieren.

In den Einstellungen gibt es einen neuen Bereich für die Gerätesicherheit, in dem du ganz einfach sehen kannst, welche Hardware-Sicherheitsfunktionen dein Gerät bietet - oder eben nicht!

Im Dateimanager Nautilus gibt es neue Designanpassungen wenn wir uns die Info einzelner Dateien und Ordner anzeigen lassen, als auch die Einstellungen haben diesen neuen Hamburger Look style bekommen mit Unterteilungen. Wir können jetzt Dateien mit "Öffnen mit" auswählen um eine passendes Programm auszuwählen.

Fedora Spins und Labs zielen auf eine Vielzahl von Zielgruppen und Anwendungsfällen ab, darunter Fedora Comp Neuro, das Werkzeuge für Computational Neuroscience bereitstellt, und Desktop-Umgebungen wie Fedora LXQt, das eine leichtgewichtige Desktop-Umgebung bietet.

Verbesserungen für Sysadmins

Fedora Server erzeugt jetzt ein KVM-Festplatten-Image, um die Ausführung von Server in einer virtuellen Maschine zu vereinfachen. Wenn du SELinux deaktiviert hast, kannst du es mit weniger Auswirkungen wieder aktivieren. Das Autorelabel läuft jetzt parallel, wodurch der Vorgang viel schneller ist.

Um mit den Fortschritten in der Kryptografie Schritt zu halten, wird mit dieser Version eine TEST-FEDORA39-Richtlinie eingeführt, die eine Vorschau auf die für zukünftige Versionen geplanten Änderungen gibt. Die neue Richtlinie beinhaltet eine Abkehr von SHA-1-Signaturen. Forscherinnen und Forscher wissen schon lange, dass dieser Hash (wie zuvor MD5) für viele Sicherheitszwecke nicht sicher ist.

In Zukunft wird SHA-1 wahrscheinlich aus der Liste der akzeptierten Sicherheitsalgorithmen in Fedora Linux entfernt. Fedora Entwickler wissen aber, dass SHA-1-Hashes auch heute noch verwendet werden. Die neue Richtlinie hilft dir, deine kritischen Anwendungen jetzt zu testen, damit du vorbereitet bist.

Das Paket openssl1.1 ist jetzt veraltet. Es bleibt weiterhin verfügbar, aber es wird empfehlen, deinen Code zu aktualisieren, damit er mit openssl 3 funktioniert.

Fedora CoreOS und Cloud werden als Flaggschiff-Editionen beworben

Während den Nutzern bisher drei offizielle Editionen zur Verfügung standen, darunter Fedora Workstation für PCs, wurden den Flaggschiff-Editionen zwei neue Varianten hinzugefügt - Fedora CoreOS und Fedora Cloud.

Fedora CoreOS ist eine minimalistische, auf Container ausgerichtete Distro, während Fedora Cloud auf die Einrichtung virtueller Maschinen ausgerichtet ist.
Du findest die neuen Varianten neben den Workstation-, Server- und IoT-Versionen.

Raspberry Pi 4

Es wird dich vielleicht überraschen, dass Fedora den Raspberry Pi 4 bis jetzt nicht offiziell unterstützt hat.

Die neuen Mesa-Grafiktreiber und der Linux-Kernel bringen die dringend benötigten Funktionen zur Unterstützung des Raspberry Pi 4, einschließlich beschleunigter Grafik.
Eine verbesserte Unterstützung für die Raspberry Pi 3-Serie und den Zero 2 W ist ebenfalls bestätigt.

Andere Updates

Fedora 37 wird die erste Version sein, die eine webbasierte Benutzeroberfläche für den Anaconda-Installer bietet. Mit anderen Worten, es handelt sich um ein Redesign des aktuellen Installers. Beachte, dass es nach der Veröffentlichung nur als zusätzliches Vorschaubild verfügbar sein wird.

Wichtige Pakete für Programmiersprachen und Systembibliotheken wurden aktualisiert, darunter Python 3.11, Golang 1.19, glibc 2.36 und LLVM 15.

Bei Neuinstallationen auf BIOS-Systemen wird das GPT-Festplattenlayout anstelle des alten MBR-Layouts verwendet. Außerdem verwenden die Installations-Images jetzt GRUB statt syslinux zum Booten auf BIOS-Systemen.

Weitere Informationen zu den neuen Funktionen in Fedora Linux 37 findest du in den Versionshinweisen.

Upgrade von Fedora 36

Wichtiger Hinweis: Vor einem Upgrade und generell empfiehlt es sich immer ein Backup deine Daten zu machen!

Zuerst das alte System auf den aktuellsten Stand bringen

sudo dnf update

Falls ein neuer Kernel installiert wurde können wir sicherheitshalber noch einen Reboot durchführen.

reboot

sudo dnf upgrade --refresh

Für das System Upgrade brauchen wir ein Plugin
sudo dnf install dnf-plugin-system-upgrade

Um auf das neue Repository zu wechseln können und die neuen Pakete zu laden kannst du folgenden Befehl nutzen

sudo dnf system-upgrade download --releasever=37

Im Anschluss müssen wir einen Reboot durchführen mit dem system-upgrade Befehl

sudo  dnf system-upgrade reboot

Quelle

https://fedoramagazine.org