Der neue Beelink SEI 12 Pro im Test, starker MiniPC mit Thunderbolt 4, 12th Gen Intel, NVME PCIe 4.0

Der Beelink SEi12 Pro ist ein neuer Mini-PC mit einem von zwei Intel-Prozessoren. Trotz seiner kompakten Abmessungen verfügt das Modell nicht nur über eine besonders schnelle SSD, sondern auch über einen schnellen Ethernet-Anschluss und WiFi.

Erst im Oktober hat Beelink mit dem SEi12 einen neuen, extrem kompakten PC auf den Markt gebracht, der jetzt in einer neuen Modellvariante erhältlich ist. Der Beelink SEi12 Pro ist keine komplette Neuentwicklung, aber das Modell ist mit zwei leistungsfähigen stromsparenden Prozessoren von Intel erhältlich. Anstatt nur den Core i5-1235U verwenden zu können, wird der Beelink SEi12 Pro mit dem Core i7-1260P und Core i5-1240P erhältlich sein. Beide Prozessoren haben 12 Kerne und können 16 Threads verarbeiten; die Turbo-Taktfrequenz des SEi12 Pro mit dem Core i7 Prozessor wird auf 4,7 GHz geschätzt. Die maximale TDP liegt bei beiden Modellen bei 64 Watt, und es wird eine aktive Kühlung mit zwei Lüftern verwendet.

Das 126 x 113 Millimeter große und 42 Millimeter hohe Modell kommt mit einem 16 oder 32 GB DDR5 großen Arbeitsspeicher auf den Markt. Bei der Festplatte kommt eine PCIe 4.0 SSD NVME im M.2 Format zum Einsatz. Eine 2,5-Zoll-Festplatte bzw. SSD kann über SATA III zusätzlich angeschlossen werden. Ein Ethernet-Anschluss mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 2,5 GBit/s ist eingebaut; mit Hilfe einer M.2-Karte mit Bluetooh 5.2 und WiFi 6 mit bis zu 2.4 Gbps, kann auch eine drahtlose Verbindung zu einem Netzwerk hergestellt werden und lässt somit keine Wünsche offen.

Ein Thunderbolt 4-Anschluss ist ebenso vorhanden, mit dem man auch eine externe Grafikkarte betreiben könnte, so wie mehrere USB 3.0-Anschlüsse. Die Bildausgabe ist auch über den HDMI-Ausgang möglich. Die Version mit Intel Core i5-1240P, 16GB RAM und 500 GB SSD wird zu einem Preis ab 599 Euro angeboten.

Bildquellen: beelink.com

Daten des Testgeräts

Beelink hat mir ein Testgerät mit folgenden Daten für das Review zur Verfügung gestellt:

  • Intel® Core™ i5-1240P Processor 12M Cache, bis zu 4.40 GHz (4 Performance und 8 Effizient-Kerne, Gesamt: 12 Kerne)
  • Crucial DDR5-4800 Mhz 2 x 8GB CT8G48C40S5
  • Kingston NV2 NVMe PCIe 4.0 SSD 500GB, M.2 SNV2S/500G

Vorinstalliert war ein Windows 11 Professional

Energieverbrauch und Lautstärke im Test

Im Lieferumfang war ein 130 Watt Netzteil enthalten. Gefühlsmäßig etwas überdimensioniert, wenn man bedenkt, dass manche Laptops mit ähnlicher Ausstattung nur mir 70 - 90 Watt Netzteilen ausgeliefert werden. Im Idle-Modus verbrauchte der Beelink MiniPC trotz Mobile CPU genauso viel Strom wie der zuvor getestete Shuttle PC, um die 10-11 Watt herum. Bei kleineren Aufgaben wie Texteditieren, Surfen und dergleichen pendelte sich der Stromverbrauch bei 15-30 Watt ein. Am meisten Strom verbrauchte natürlich die Vollauslastung des Systems, hierfür habe ich Cinebench und 3DMark genutzt und dann gemessen. Das Limit das ich hier feststellen konnte waren: 55 Watt maximaler Stromverbrauch im Cinebench und 40 Watt im 3DMark.

Zur Lautstärke gibt es beim Beelink nicht allzuviel zu sagen, trotz seiner Leistung läuft er äußerst ruhig. Im normalen Betrieb praktisch kaum hörbar mit unter 30 dB. Unter Auslastung konnte man die Lüfter leise hören, jedoch nicht störend. Die Lautstärke lag bei einem 30 cm Abstand zum Gerät bei etwa 35 dB. Hält man das Mikrofon an die Lüfter, dann gehen die dB auch schon einmal in den gelben Bereich, das wäre jedoch so als ob man sein Ohr direkt an den Lüfter hält, was praktisch nie der Fall wäre.

Bildquellen: René Fürst

Benchmarks des Testgeräts

Im Benchmark musste der Beelink SEI12 Pro sich dem Cinebench R20, R23 und dem 3D Mark stellen. Mit seinen 12 Kernen flog der kleine PC nur so durch den Cinebench und renderte ein Bild nach dem anderen. Im Cinebench R23 hatte ich dann Werte von 1662 Punkten im Single-Core und 9991 Punkte im Multi-Core und rechnet damit gut 10% schneller als ein Intel Core i9-9880H Prozessor.

Dass der Beelink nicht für Spiele ausgelegt ist, liegt aufgrund seiner Beschaffenheit auf der Hand. Im 3DMark Timespy erreichte er trotzdem 1525 Punkte und eignet sich somit auch für einige Games und optimal für Cloud-Gaming wie GeForce Now. Auch darf man nicht vergessen, dass der Beelink MiniPC mit einer Thunderbolt Schnittstelle ausgestattet ist und somit wäre es eventuell möglich eine leistungsfähige externe Grafikkarte anzuschließen und für Gaming zu nutzen. Damit ist der MiniPC durch seine vielen Anschlüsse vielfältig einsetzbar.

Im PCMark Benchmark, welcher typische Anwendungen für den Alltag wie Video-Konferenzen, Excel-Tabellen bearbeiten, Websurfen etc. testet, erreichte der Beelink SEI12 Pro respektable 5108 Punkte und blieb dabei stets leise. Im Vergleich kommt das einem Intel Core i9-9980HK nahe.

Bildquellen: René Fürst

Gaming Benchmark

Ich bin allgemein nicht der Zocker, jedoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch den Beelink auf seine Gaming Performance zu testen. Die Frage war, ob auch halbwegs aktuelle Games funktionieren. So konnte ich einige Spiele testen wie Fortnite, Genshin Impact, Ark: Survival Evolved und Rocket League.

Nun was soll ich dazu sagen, die Gaming Performance ist wahrlich nicht die schlechteste, die Spiele waren alle in mittlerer Stufe spielbar. Man darf hierbei nicht vergessen, dass der Beelink keine dedizierte Grafikkarte besitzt. Trotzdem liefert der Intel Xe Grafikprozessor ordentlich ab.

Die "Average FPS" in folgenden Games sind folgende:

  • 43 FPS Fortnite
  • 37 FPS Genshin Impact
  • 56 FPS Rocket League (Mittel)
  • 38 FPS Ark: Survival Evolved (Einstellung Hoch)

Wer gerne alles auf Hoch und Ultra spielen möchte, kann hier auf ein externes Thunderbolt-Grafikkarten-Gehäuse wie dem Razer Core Thunderbolt 4 ausweichen oder meiner Meinung nach die bessere Alternative Cloud-Gaming, wie Geforce Now, verwenden. Cloud Gaming spart dazu noch Geld und massiv Stromkosten.

Fazit

Der Beelink SEI12 Pro ist wirklich ein schicker MiniPC mit seiner Stoff-Oberfläche und ein überaus sparender Computer mit hoher Leistung und vielfältigen Anschlussmöglichkeiten. Besonders gefällt mir, dass ein Thunderbolt 4- bzw. USB 4.0-Anschluss vorhanden ist, dieser eröffnet einem Gerät so viele Möglichkeiten, dass dem kaum Grenzen gesetzt sind. Ob externes Storage System oder externe Grafikkarte, die Schnittstelle gilt derzeit mit bis zu 40Gbit/s als eine der schnellsten Schnittstellen überhaupt.

Zudem verfügt der MiniPC über DDR5-Speicher, 2x USB3.0-, 2x USB 2.0-, 2x HDMI-Anschlüsse und einem 2,5Gbit/s LAN-Anschluss, was der aktuelle Standard ist. Im kleinen Gehäuse lässt sich übrigens ohne Mühe einfach noch eine zweite SATA-Festplatte/SSD einbauen.

Im Gegensatz zum Shuttle XPC welchen ich ebenfalls vor einigen Wochen testen konnte, fühlt sich der BeeLink MiniPC mehr an wie ein Desktop bzw. Home-Computer anstatt eines Industrie-PCs bzw. Mini-Servers. Hier sollte man dann gut abwiegen was man wirklich benötigt und für welchen Einsatzzweck der PC gedacht ist.

Ich bin begeistert, denn das alles erhält man in der mir getesteten Version zu einem Preis von rund 600-700 € direkt bei Beelink, was den MiniPC zu einem absoluten Preis-/Leistungskönig für mich in der Kategorie High-End MiniPC macht.

Meine neuesten Office bzw. Microsoft 365 Kurse werde ich definitiv auf diesem Gerät aufnehmen.

Quellen

Amazon Beelink SEI12 (variationen) - https://amzn.to/3Q7mqOp

Beelink - https://www.bee-link.com/catalog/product/index?id=402

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