Debian 9 Stretch nach zwei Jahren Entwicklung erschienen

Debian 9 Stretch

Debian 9 in der “stable”-Version ist heute erscheinen.

Debian 9 wird dem Gründer, Ian Murdock, gewidmet, welcher am 28. Dezember 2015 und tragischen und ungeklärten umständen verstorben ist.
»Stretch« wird mit Kernel 4.9 ausgeliefert, sowie begleitet von vielen kleinen diverse Neuerungen. Es wurde in der neuen Version „apt“ ausgebaut, wovon auch die meisten anderen Paketwerkzeuge profitieren. Grundkonfiguration der Distribution werden unter anderem „GLIBC 2.24“, „GCC 6.3“, „X.Org 1.19.2“, „Mesa 13.0.6“ und „systemd 232“ bilden.
Als Desktop-Oberfläche sind mit dabei: „Gnome 3.22“, „KDE 5.8“, „Xfce 4.12“, „MATE 1.16“ und „LXDE“.
Die Microsoft Office Alternative, LibreOffice, wird auf die Version 5.2 angehoben und Calligra auf 2.9. Updates stehen auch für Mozilla Firefox 50.0 und Inkscape 0.91 bereit. Für Servernutzer wird es in der kommenden Version endlich PHP 7 und statt MySQL wird MariaDB 10.1 eingesetzt. Ebenso sind PostgreSQL 9.6 und Samba 4.5 mit an Bord.
Wer sich über die Namensgebung von Debian einmal gewundert hat, dies hat einen witzigen Hintergrund: Alle Namen von Debian “Buzz“, „Woody“, „Jessie“, etc. sind Namen aus dem Toy Story Film.
Die Unterstützung für UEFI (Unified Extensible Firmware Interface, Vereinheitlichte erweiterbare Firmware-Schnittstelle), die mit Wheezy eingeführt wurde, macht in Stretch große Fortschritte und unterstützt die Installation mit einem 64-Bit-Kernel jetzt auch auf 32-Bit-UEFI. Die Debian-Live-Abbilder unterstützten jetzt ebenfalls das Booten mit UEFI.
Das sind die Highlights zum neuen Debian Release:

  • Unterstützung für 32-bit PCs und i586-Architektur wurde entfernt
  • Linux Kernel 4.9 LTS series
  • Neuer Satz der digitalen Analyse-Tools
  • PHP 7.0 wird endlich zum Standard
  • GCC 6 als Standard Compiler
  • Python 3.5 wird Standard
  • MariaDB ersetzt MySQL
  • X.Org Server 1.19.2
  • systemd 232

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Wenn Sie Debian 9 Stretch ausprobieren wollen, ohne es sofort zu installieren, können Sie eines der Live-Abbilder verwenden, welches das komplette Betriebssystem nur-lesbar in den Arbeitsspeicher Ihres Computers lädt und von dort aus ausführt. Falls Ihnen das Betriebssystem gefällt, bietet es Ihnen die Möglichkeit, sich direkt aus der Live-Sitzung heraus auf die Festplatte Ihres Computers zu installieren. Das Live-Abbild ist für CDs, USB-Sticks und Neboot-Umgebungen verfügbar, aber anfänglich nur für die Architekturen amd64 und i386. Weitere Informationen finden Sie auf der Debian-Website im Bereich der Live-Installations-Images.
Upgrades der Vorgängerversion 8 (Codename Jessie) werden bei den meisten Konfigurationen automatisch durch die apt-get-Paketverwaltung vorgenommen. Wie immer gilt auch vor jedem Upgrade ein Backup oder Snapshot anzulegen, um im schlimmsten falle wieder zurückzukehren. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die aktualisierten Pakete gegeben werden welche in der neuen Version durch alte ersetzt worden sind und daher eventuelle Inkompatibilitäten mit ihr älteren Skripten hervorrufen könnte.
Alle Update Details zum Release finden Sie auf der offiziellen Debian Webseite

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